Forschungsgruppe Morrison
Tumorbiologie
Molekulare Mechanismen der Krebsentstehung
Unser Labor ist hauptsächlich an der Regulation und Funktion von Ras und Ras-ähnlichen kleinen GTPasen interessiert. Schwerpunkt unserer Arbeit ist Ras in der Proliferationskontrolle und die Entwicklung und Funktion von Synapsen. Wir folgen einem multidisziplinären Ansatz, welcher Struktur-, Zell- und Mausmodelle umfasst.
Projekte
Kontaktinhibition des Wachstums
In Geweben proliferieren Zellen, um den für sie vorgesehenen Platz einzunehmen und beenden die Proliferation, wenn sie in Kontakt mit anderen Zellen oder dichter extrazellulärer Matrix kommen. Dieser Prozess, der als Kontaktinhibition des Wachstums bezeichnet wird, muss genau reguliert werden, da Abweichungen tiefgreifende zelluläre Veränderungen, wie z.B. Zelltransformationen, auslösen können. In unserer Arbeitsgruppe versuchen wir aufzuklären, wie eine Zelle den Kontakt erkennt und die Zellproliferation durch die Regulierung von Ras beeinflusst. Unser spezielles Interesse gilt einem Protein-Komplex, welcher Zelladhäsionsmoleküle enthält, den Nf2 Tumorsuppressor Merlin und die Mitglieder der ERM-Familie (Ezrin, Radixin und Moesin) (Abbildung 1).

» Abbildung 1: Kontaktsensor-Komplex, der in einen molekularen Schalter involviert ist, welcher entweder Zellwachstum oder Wachstumsinhibition signalisiert. Zelladhäsionsmoleküle (Korezeptor), Merlin und ERM-Proteine scheinen eine entscheidende Bedeutung für die mitogene Signalübertragung durch Interaktionen mit Rezeptor-Tyrosin-Kinasen zu haben. Ezrin, ein Protein, welches kortikales F-Actin mit diesen Zelladhäsionsmolekülen verbindet, ist für die von Wachstumsfaktoren induzierte Ras-Aktivierung notwendig. Diese Ezrin/F-Aktin-vermittelte Verbindung ist Gegenstand physiologischer Regulation, da das Tumorsuppressorprotein Merlin, welches sich an dasselbe Zelladhäsionsmolekül bindet, den Signaltransfer zu Ras hemmt, wenn die Zellen zusammenwachsen.
Synaptische Plastizität, Lernen und Gedächtnis
Es ist bekannt, dass Ras und Ras-ähnliche Proteine bedeutsam für die synaptische und strukturelle Plastizität sind, die zelluläre und molekulare Basis für Prozesse wie Lernen und Gedächtnis. Ein neuer Forschungsschwerpunkt unseres Labors ist die Untersuchung der Rolle von ERM- und adhäsionsabhängiger Ras-Regulation in der Entwicklung und Funktion der Synapsen.
Ausgewählte Publikationen
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Lam EK, Wang X, Shin VY, Zhang S, Morrison H, Sun J, Ng EK, Yu J, Jin H (2011). A microRNA contribution to aberrant Ras activation in gastric cancer. Am J Transl Res, 3, 209-218. [PubMed]
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Last update: January 24, 2012
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