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20. Oktober 2004

Fertigstellung der euchromatischen Sequenz des menschlichen Genoms: Stabiles Fundament für die biomedizinische Forschung der Zukunft


Nach der ersten Analyse einer Rohfassung des menschlichen Genoms im Februar 2001 haben die 20 beteiligten Forschungszentren aus 6 Ländern den entscheidenden Schritt vollzogen. Sie veröffentlichen am 21. Oktober in der renommierten internationalen Fachzeitschrift NATURE einen Artikel zum Fertigstellen der Genomsequenz des Menschen. Damit stellen sie die biomedizinische Forschung der kommenden Jahrzehnte auf ein stabiles und verlässliches Fundament.

Zu den Wissenschaftlern, die bei der Entzifferung des menschlichen Erbgutes mitwirken, gehören auch die Mitglieder des Deutschen Genomischen Sequenzanalyse-Konsortiums, die seit 1996 im Deutschen Humangenomprojekt (DHGP) und seit 2001 im Nationalen Genomforschungsnetz (NGFN) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert werden.

Mehr als 99% der Gen-reichen („euchromatischen“) und damit für die allermeisten Lebensprozesse verantwortlichen Erbsubstanz des Menschen sind jetzt mit einer bisher unvorstellbar hohen Genauigkeit entziffert. Im Gegensatz zur Rohfassung aus dem Jahr 2001 mit etwa 150.000 Lücken sind die Sequenzen der 24 menschlichen Chromosomen jetzt nur noch an 341 Stellen unterbrochen.

Es ist besonders bemerkenswert, dass die drei beteiligten deutschen Gruppen in Jena (Institut für Molekulare Biotechnologie, IMB), Berlin (Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik) und Braunschweig (Gesellschaft für Biotechnologische Forschung, GBF) zusammen mit japanischen Kollegen durch die schon im Mai 2000 in NATURE veröffentliche Analyse des Chromosoms 21 einen Qualitätsstandard gesetzt und damit das internationale Gesamtprojekt geprägt haben.


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