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29. April 2008

Neues Werkzeug für Suche nach krankheits-relevanten Variationen im Genom (MDC Berlin)


Die genetische Grundlage von Krankheiten lässt sich jetzt leichter erforschen. Dr. Kathrin Saar und Prof. Norbert Hübner vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin-Buch haben in einem europäisch-japanischen Forschungsverbund eine Genomkarte mit über 300 verschiedenen Rattenstämmen erstellt. Das neue Werkzeug kann helfen, die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes in Laborratten und auch beim Menschen zu verstehen. Die Arbeit ist in dem Fachjournal Nature Genetics (Vol. 40, Nr. 5, 2008) online veröffentlicht.

Für die Analyse der genetischen Ursachen von Volkskrankheiten sind Laborratten besonders geeignet. Forscher nutzen Laborratten seit über 150 Jahren als Modelltier in klinischen Forschungslabors. Im Genom eines jeden Lebewesens, so auch der Laborratte, gibt es Variationen (SNPs) in der Bausteinabfolge der Erbsubstanz DNA, die sie von ihren Artgenossen unterscheiden. Wissenschaftler untersuchen diese SNPs, um zu klären, ob es Variationen im Genom gibt, die Krankheiten verursachen oder ihre Entstehung beeinflussen. Einige Millionen dieser Variationen gibt es in jedem Individuum. Die MDC-Forscher und ihre Kollegen aus dem Ausland haben jetzt drei Millionen SNPs im Rattengenom identifiziert. Sie haben damit ihr bisheriges Werkzeug, das auf der Analyse von drei Laborrattenstämmen beruhte, erheblich verfeinern können.

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