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Refilling - Frequently - Asked - Questions

Ausgabe 2.90 vom 17.04.2001
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Index * Grundlagen | Probleme * Canon | Epson | Hewlett Packard | Lexmark | Apple | Xerox | Sonstige Hersteller | Longprint * Inside | Forum der Link zum Diksussionsforum

*Enderlin Longprint System


DeskJet 1100C - Longprint
HP DJ 1100C - LongprintLongprint - Tanks

Etwas vorab:

Das Enderlin Longprint System kann man nicht als fertiges System oder Komplettbausatz fuer einen bestimmten Drucker kaufen. Longprint ist vielmehr als Idee zu verstehen, zu zeigen was man machen kann und wie. Longprint ist nichts fuer Anwender mit geringem Druckvolumen oder fuer Leute mit zwei rechten Haenden und dafuer 10 linken Daumen:=). Longprint ist etwas fuer Hardcore-Refill die keine Angst haben dreckig zu werden und die sich zutrauen auch einen groesseren Eingriff an ihrem Drucker vorzunehmen.

*Ziel von Longprint

Jeder Tintendruckerbesitzer traumt von einem Drucker der billig in der Anschaffung ist und im Unterhalt nichts oder sagen wir mal so wenig wie moeglich kostet. Nun das ist recht einfach, man muss dazu in erster Linie refillen, aber der Refillvorgang ist umstaendlich und man haette lieber eine Loesung wo der Refill einfacher geht, vorallem dann wenn man wirklich viel druckt. Also was liegt naeher als den Drucker mit einem Tank ausstatten.

*Grundprinzip von Longprint

Dem einen oder anderen wird es bei seinen Refill-Erstlingstaten schon einmal passier sein: Schwamm-Patrone wieder dicht geklebt und nach kurzzeitigem Erfolg geht gar nichts mehr. Grundsaetzlich gilt, alle Patronen die einen Schwamm beinhalten also kein Unterdruck geregeltes System haben wie z.B. HP51629 oder HP51645 muessen eine Entlueftungsoeffnung haben. Wird diese Entlueftungsoeffnung durch abdecken oder verkleben verschlossen, dann entsteht durch das verdrucken von Tinte in der Patrone ein Unterdruck. Ist der Unterdruck gross genug dann haelt er die Tinte davon ab in den Kopf zu fliessen. Folge: Es druckt nicht mehr.

Dieser in der Patrone entstehenden Unterdruck ist das ganze Funktionsgeheimniss von Longprint. Der in der Patrone entstehende Unterddruck wird dazu verwendet neue Tinte aus einem Vorratsbehaelter in die Patrone zu saugen. Jede Farbklammer in einer Patrone refillt sich sozusagen selber automatisch. Da der Unterdruck recht niedrich ist, kann die Tinte nur aus einem gering tiefer liegen Niveau angesaugt werden.

*Longprint Komponenten

Tintentank: Zuerst braucht man einen Tank, beider Auswahl des Tankes ist das erste Kriterium dass er eine grosse Grundflaeche hat, das insgesamte Volumen des Tankes ist zu vernachlaessigen. Warum? Nun wenn die Grundflaeche des Tankes recht gross ist, dann ist die Tintenmenge die auf einem Zentimeter Höhenniveau abgesaugt werden kann recht gross. Aufgrund des geringen Unterdrucks der in den Patronen entsteht ist es nicht möglich den Tintenstand z.B. um 5 oder 10 cm in einem Tank abzusenken.

Das beste Tanksystem das uns bis jetzt unter gekommen ist sind Tanks für Modellflugzeuge. Diese Tanks haben im Inneren ein Pendel, dies Pendel stellt sicher dass bedingt druch die Schwerkraft in jeder Fluglage Bezin aus dem Tank entnommen werden kann. Beim Einsatz des Longprintsystemes liegt das Tankpendel immer am Ende des Tankes am Boden. Es ist also gewährleistet dass auch wenn nur noch wenig Tinte im Tank ist dieser durch eine leichte Schräglage fast vollständig entleert werden kann.

Wir verwenden für den Eigenbedarf Tanks der Firma Robbe, diese Tanks haben neben den Tankarmaturen auch kleine Gummidichtungen. Bei zusammenbau des Tankes ist darauf zu achten dass sehr sauber gearbeitet wird. Die Verschraubungen muessen an den Durchfuehrungsstellen absolut dicht sein.
Longprint - Tanks
Tankarmaturensatz
Zusammengebautes Tankpendel

Alte Tintenpatronen wie z.B. Canon BJI-641 oder BJI-643 sind ebenfalls bedingt geeignet. Diese Patronen sind flach un haben im Inneren einen Folienbeutel der die Tinte aufnimmt. Das Problem bei diesen Tanks ist es jedoch dass in der Refilloeffnung eine Gummidichtung sitzt, diese geht mit der Zeit kaputt je oeffter man ein Kanüle in sie hineinsticht. Aehnliche Tankkasetten werden

Canon BJI-641

Schlaeuche + Schlauch-Verbinder:
Schlauchverbinder
Als Schlaeuche setzten wir ausschliesslich hochflexible Schlaeuche aus Silikon ein. Je duenner, je flexibler desto besser. Der Verbindungsschlauch sollte einen Innendruchmesser von 2 mm haben. Parktisch ist es wenn man zwischen dem Schlauch vom Tank und den Schlauch der zum Druckkopf geht mit einen Schlauchverbinder verbindet. Damit können beide System getrennt werden und später wieder zusammengesteckt werden. Es gibt auch Schlauchverbinder in Y-Form also ein Verbinder an dem 3 Schläuche angeschlossen werden können. Damit ist es z.B. möglich alte Canon Kasetten BJI-641 schnell ohne Eingriff in das Schlauchsystem waehrend des Druckes refillen zu können. Das einzige was man dabei machen muss ist, den Schlauch der vom Y-Verbinder Richtung Druckkopf geht abzuquetschen, den sonst wird durch den Druck der beim Einfuellen ensteht der Druckkopf geflutet. Dieser Fuellanschluss muss natuerlich solange er nucht genutzt wird ebenfalls mit einer Schlauchklemme dicht abgeklemmt werden.

Schlauchklemmen:
Schlauchklemme
Um die Schläuche abzusperren kann man Schlauchklemmen verwenden wie Sie im Krankenhaus an Infussionbeutel verwendet werden. Diese Klemmen haben eine Rad mit dem die Durchflussmenge eingestellt werden kann. Alternativ kann man aber auch Plastik-Clips nehmen wie Sie an Gefrierbeuteln verwendet werden. Wichtig ist dass der Schlauch wenn er abgeklemmt wird er 100% verschlossen ist, unterschaetzten Sie nicht die Kriechfaehigkeit von Tinte in einem Silikonschlauch. Warum ? - siehe den Punkt: Nachtabschaltung. Wenn keine Schlauchklemme zur Verfügung steht kann man den Schlauch auch abknicken und diese Zustand mit einem Gummi fixieren.

Modifizierter Druckkopf / Tintentank: Bisher wurden Longprint basierende System von unseren Kunden in HP-Drucker eingebaut, genauer gesagt in die Patronen HP51645, HP C1823 und HP C6578 oder in alle möglichen Epson-Drucker. Da Epson Drucker diese im Gegensatz zu den anderen Herstellern Permanent-Druckköpfe einsetzten muss der Einbau hier nur einmalig erfolgen.

umgebauter Druckkopf Umgebauter Druckkopf

In der Grafik kann man gut die Plastikröhrchen erkennen die in die Patronen eingeklebt werden. Auf diese Plastikröhrchen wird dann der Silikonschlauch aufgesteckt und mit einem dünnen Kabelbinder fixiert, dies dient unter anderem zusätzlich der Abdichtung. Bei HP Patronen bevorzugen wir den tiefsten möglichen Einbaupunkt, wuerde das Röhrchen auf einem niedrigeren Nieveau eingebaut werden so könnte man die Patrone nicht mehr in den Drucker einsetzten. Je höher man den Einbaupunkt legt umso träger reagiert das System auf Schwankungen in der Tintenversorgung. Die Seitenteil einer HP Patrone sowie das Deckelteil der Magenta-Farbkammer werden im Werk Hochfrequenz verschweist, gerade der Magenta-Deckel sitzt oft nicht 100% dicht auf der Patrone, muss er ja auch nicht, da normalerweise die Patrone die Tinte im Schwamm bindet. Um diese Undichtigkeit zu vermeiden sollte man die Patronen an allen erkennbaren Nähten mit 2K-Kleber abdichten. Dieser sollte nur im Spalt aufgetragen werden, also sparsam - sonst lässt sich später die Patrone nicht mehr in den Drucker einsetzten. Auch oben, am Deckel der Magentakammer ist darauf zu achten dass mit wenig Klebstoff gearbeitet wird. Sonst klemmt die Verschlusskammer im Deckel.

Flexibles Zuleitungssystem:

fixierte schläuche auf dem ZuleiterDas Zuleitungssystem also die Schlauchfuehrung in den Drucker ist das heikelste am ganzen System. Grundsaetzlich gibt es zwei Möglichkeiten der Zuführung, die vertikale und die horizintale Ausrichtung der Fixierfolie. Bei vertikaler Ausrichtung, wie im Bild mit dem HP1100 zu erkennen ist darauf zu achten dass man Gewicht einsparen muss. 3 Schlaeuche, die Befestigungspunkte und die Folie sind insgesamt ziemlich schwer. Je staerker die Folie ist die man verwendet, desto problemloser ist der Aufbau. Wir das ganze zu schwer, ist die Folge davon Instabilität, gerade bei einem breiten A3 Drucker. Haengt die Folie mit der Zeit nach unten, dann besteht bei den oben abgebildeten Drucker die Gefahr dass der Positionierungsstreifen beschädigt wird.

Problemloser ist horizontale Ausrichtung, bei den meisten Druckern ist die Art der Zuführung aber nur bei offenem Deckel des Drucker zu realisieren. Die Schlauchfuehrung braucht dabei wesentlich mehr Platz. Im Dauerbetrieb ist dies jedoch immer die stabilste Einbauart.

Um die Schläuche auf der Folie zu befsetigen kann man normales Klebeband nehmen. Alternativ kann man aber auch Löcher in die Folie stanzen und die Schläuche mit duennen Kabelbindern bzw. mit einem duennen aber festen Faden fixieren.

Beim Einbau ist generel darauf zu achten, dass die Schlauchzuleitung nirgend scheuert, insbesondere ist damit ein möglicher Kontakt mit der Verbindungfolie zwischen Drucker und Druckkopf gemeint. Diese ist sehr empfindlich und kann beschädigt werden wenn ein Kabelbinder z.B. in sie einhakt. Die Schlauchzuleitung kann bei horizontaler Ausrichtung gut am Boden des Druckers fixiert werden. Bei Vertikaler Ausrichtung kann man bei einem 1100er HP die Originalhalterung des Druckkopffolienleiters verwenden.

*Betrieb eines Longprint-Systemes

Nachtabschaltung: Der Schluss zuerst - was muss man machen wenn nicht gedruckt wird? Nun ganz einfach, die Verbindung zwischen Tintentank und Druckkopf unterbechen, also ein Schlauchklemme anbringen und den Schlauch abquetschen. Wenn dies nicht geschieht dann zieht der Tank, er liegt ja auf einem niedrigeren Neiveau wie der Druckkopf die Tinte aus diesem zurück. Der Druckkopf wird also trocken gelegt und zusätzlich gelangt dadruch Luft in die Zuleitungschläuche.

Entlueftung bei Erstinbetriebnahme: Schliessen Sie die Tanks an die Zuleitungsschläuche des Druckers an, setzten Sie den Druckkopf oder die Tintenpatrone in den Drucker. Saugen Sie dann mit einer Spritze am Ende des Zuleitungsschlauches die Luft heraus bis der Schlauch wirklich Blasenfrei ist. (Das Ende des Schlauches das dann an die Patrone angeschlossen wird). Quetschen Sie den Schlauch vor der Spritze ab, entfernen Sie die Spritze und stecken Sie den Schlauch auf das Röhrchen an der Patrone. Dabei wird man schnell schmutzing, es ist also ratsam gerade diese Tätigkeit mit Handschuhen auszuführen.

kopf oder die Tintenpatrone in den Drucker. Saugen Sie dann mit einer Spritze am Ende des Zuleitungsschlauches die Luft heraus bis der Schlauch wirklich Blasenfrei ist. (Das Ende des Schlauches das dann an die Patrone angeschlossen wird). Quetschen Sie den Schlauch vor der Spritze ab, entfernen Sie die Spritze und stecken Sie den Schlauch auf das Röhrchen an der Patrone. Dabei wird man schnell schmutzing, es ist also ratsam gerade diese Tätigkeit mit Handschuhen auszuführen.