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Enderlin Longprint System

Etwas vorab:
Das Enderlin Longprint System kann man nicht als fertiges
System oder Komplettbausatz fuer einen bestimmten Drucker kaufen. Longprint ist
vielmehr als Idee zu verstehen, zu zeigen was man machen kann und wie.
Longprint ist nichts fuer Anwender mit geringem Druckvolumen oder fuer Leute
mit zwei rechten Haenden und dafuer 10 linken Daumen:=). Longprint ist etwas
fuer Hardcore-Refill die keine Angst haben dreckig zu werden und die sich
zutrauen auch einen groesseren Eingriff an ihrem Drucker
vorzunehmen.
Ziel von Longprint
Jeder
Tintendruckerbesitzer traumt von einem Drucker der billig in der Anschaffung
ist und im Unterhalt nichts oder sagen wir mal so wenig wie moeglich kostet.
Nun das ist recht einfach, man muss dazu in erster Linie refillen, aber der
Refillvorgang ist umstaendlich und man haette lieber eine Loesung wo der Refill
einfacher geht, vorallem dann wenn man wirklich viel druckt. Also was liegt
naeher als den Drucker mit einem Tank ausstatten.
Grundprinzip von Longprint
Dem einen oder anderen
wird es bei seinen Refill-Erstlingstaten schon einmal passier sein:
Schwamm-Patrone wieder dicht geklebt und nach kurzzeitigem Erfolg geht gar
nichts mehr. Grundsaetzlich gilt, alle Patronen die einen Schwamm beinhalten
also kein Unterdruck geregeltes System haben wie z.B. HP51629 oder HP51645
muessen eine Entlueftungsoeffnung haben. Wird diese Entlueftungsoeffnung durch
abdecken oder verkleben verschlossen, dann entsteht durch das verdrucken von
Tinte in der Patrone ein Unterdruck. Ist der Unterdruck gross genug dann haelt
er die Tinte davon ab in den Kopf zu fliessen. Folge: Es druckt nicht
mehr.
Dieser in der Patrone entstehenden Unterdruck ist das ganze
Funktionsgeheimniss von Longprint. Der in der Patrone entstehende Unterddruck
wird dazu verwendet neue Tinte aus einem Vorratsbehaelter in die Patrone zu
saugen. Jede Farbklammer in einer Patrone refillt sich sozusagen selber
automatisch. Da der Unterdruck recht niedrich ist, kann die Tinte nur aus einem
gering tiefer liegen Niveau angesaugt werden.
Longprint Komponenten
Tintentank: Zuerst
braucht man einen Tank, beider Auswahl des Tankes ist das erste Kriterium dass
er eine grosse Grundflaeche hat, das insgesamte Volumen des Tankes ist zu
vernachlaessigen. Warum? Nun wenn die Grundflaeche des Tankes recht gross ist,
dann ist die Tintenmenge die auf einem Zentimeter Höhenniveau abgesaugt
werden kann recht gross. Aufgrund des geringen Unterdrucks der in den Patronen
entsteht ist es nicht möglich den Tintenstand z.B. um 5 oder 10 cm in
einem Tank abzusenken.
| Das beste Tanksystem das uns bis jetzt unter gekommen ist sind
Tanks für Modellflugzeuge. Diese Tanks haben im Inneren ein Pendel, dies
Pendel stellt sicher dass bedingt druch die Schwerkraft in jeder Fluglage Bezin
aus dem Tank entnommen werden kann. Beim Einsatz des Longprintsystemes liegt
das Tankpendel immer am Ende des Tankes am Boden. Es ist also
gewährleistet dass auch wenn nur noch wenig Tinte im Tank ist dieser durch
eine leichte Schräglage fast vollständig entleert werden
kann. Wir verwenden für den Eigenbedarf Tanks der Firma Robbe, diese Tanks haben neben den Tankarmaturen auch kleine Gummidichtungen. Bei zusammenbau des Tankes ist darauf zu achten dass sehr sauber gearbeitet wird. Die Verschraubungen muessen an den Durchfuehrungsstellen absolut dicht sein. |
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Alte Tintenpatronen wie z.B. Canon BJI-641 oder BJI-643 sind
ebenfalls bedingt geeignet. Diese Patronen sind flach un haben im Inneren einen
Folienbeutel der die Tinte aufnimmt. Das Problem bei diesen Tanks ist es jedoch
dass in der Refilloeffnung eine Gummidichtung sitzt, diese geht mit der Zeit
kaputt je oeffter man ein Kanüle in sie hineinsticht. Aehnliche
Tankkasetten werden |
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Schlaeuche + Schlauch-Verbinder: 
Als Schlaeuche
setzten wir ausschliesslich hochflexible Schlaeuche aus Silikon ein. Je
duenner, je flexibler desto besser. Der Verbindungsschlauch sollte einen
Innendruchmesser von 2 mm haben. Parktisch ist es wenn man zwischen dem
Schlauch vom Tank und den Schlauch der zum Druckkopf geht mit einen
Schlauchverbinder verbindet. Damit können beide System getrennt werden und
später wieder zusammengesteckt werden. Es gibt auch Schlauchverbinder in
Y-Form also ein Verbinder an dem 3 Schläuche angeschlossen werden
können. Damit ist es z.B. möglich alte Canon Kasetten BJI-641 schnell
ohne Eingriff in das Schlauchsystem waehrend des Druckes refillen zu
können. Das einzige was man dabei machen muss ist, den Schlauch der vom
Y-Verbinder Richtung Druckkopf geht abzuquetschen, den sonst wird durch den
Druck der beim Einfuellen ensteht der Druckkopf geflutet. Dieser Fuellanschluss
muss natuerlich solange er nucht genutzt wird ebenfalls mit einer
Schlauchklemme dicht abgeklemmt werden.
Schlauchklemmen: 
Um die
Schläuche abzusperren kann man Schlauchklemmen verwenden wie Sie im
Krankenhaus an Infussionbeutel verwendet werden. Diese Klemmen haben eine Rad
mit dem die Durchflussmenge eingestellt werden kann. Alternativ kann man aber
auch Plastik-Clips nehmen wie Sie an Gefrierbeuteln verwendet werden. Wichtig
ist dass der Schlauch wenn er abgeklemmt wird er 100% verschlossen ist,
unterschaetzten Sie nicht die Kriechfaehigkeit von Tinte in einem
Silikonschlauch. Warum ? - siehe den Punkt: Nachtabschaltung. Wenn keine
Schlauchklemme zur Verfügung steht kann man den Schlauch auch abknicken
und diese Zustand mit einem Gummi fixieren.
Modifizierter Druckkopf / Tintentank: Bisher wurden Longprint basierende System von unseren Kunden in HP-Drucker eingebaut, genauer gesagt in die Patronen HP51645, HP C1823 und HP C6578 oder in alle möglichen Epson-Drucker. Da Epson Drucker diese im Gegensatz zu den anderen Herstellern Permanent-Druckköpfe einsetzten muss der Einbau hier nur einmalig erfolgen.
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In der Grafik kann man gut die Plastikröhrchen erkennen die in die Patronen eingeklebt werden. Auf diese Plastikröhrchen wird dann der Silikonschlauch aufgesteckt und mit einem dünnen Kabelbinder fixiert, dies dient unter anderem zusätzlich der Abdichtung. Bei HP Patronen bevorzugen wir den tiefsten möglichen Einbaupunkt, wuerde das Röhrchen auf einem niedrigeren Nieveau eingebaut werden so könnte man die Patrone nicht mehr in den Drucker einsetzten. Je höher man den Einbaupunkt legt umso träger reagiert das System auf Schwankungen in der Tintenversorgung. Die Seitenteil einer HP Patrone sowie das Deckelteil der Magenta-Farbkammer werden im Werk Hochfrequenz verschweist, gerade der Magenta-Deckel sitzt oft nicht 100% dicht auf der Patrone, muss er ja auch nicht, da normalerweise die Patrone die Tinte im Schwamm bindet. Um diese Undichtigkeit zu vermeiden sollte man die Patronen an allen erkennbaren Nähten mit 2K-Kleber abdichten. Dieser sollte nur im Spalt aufgetragen werden, also sparsam - sonst lässt sich später die Patrone nicht mehr in den Drucker einsetzten. Auch oben, am Deckel der Magentakammer ist darauf zu achten dass mit wenig Klebstoff gearbeitet wird. Sonst klemmt die Verschlusskammer im Deckel.
Flexibles Zuleitungssystem:
Das Zuleitungssystem also die Schlauchfuehrung in den Drucker ist
das heikelste am ganzen System. Grundsaetzlich gibt es zwei Möglichkeiten
der Zuführung, die vertikale und die horizintale Ausrichtung der
Fixierfolie. Bei vertikaler Ausrichtung, wie im Bild mit dem HP1100 zu erkennen
ist darauf zu achten dass man Gewicht einsparen muss. 3 Schlaeuche, die
Befestigungspunkte und die Folie sind insgesamt ziemlich schwer. Je staerker
die Folie ist die man verwendet, desto problemloser ist der Aufbau. Wir das
ganze zu schwer, ist die Folge davon Instabilität, gerade bei einem
breiten A3 Drucker. Haengt die Folie mit der Zeit nach unten, dann besteht bei
den oben abgebildeten Drucker die Gefahr dass der Positionierungsstreifen
beschädigt wird.
Problemloser ist horizontale Ausrichtung, bei den
meisten Druckern ist die Art der Zuführung aber nur bei offenem Deckel des
Drucker zu realisieren. Die Schlauchfuehrung braucht dabei wesentlich mehr
Platz. Im Dauerbetrieb ist dies jedoch immer die stabilste Einbauart.
Um
die Schläuche auf der Folie zu befsetigen kann man normales Klebeband
nehmen. Alternativ kann man aber auch Löcher in die Folie stanzen und die
Schläuche mit duennen Kabelbindern bzw. mit einem duennen aber festen
Faden fixieren.
Beim Einbau ist generel darauf zu achten, dass die
Schlauchzuleitung nirgend scheuert, insbesondere ist damit ein möglicher
Kontakt mit der Verbindungfolie zwischen Drucker und Druckkopf gemeint. Diese
ist sehr empfindlich und kann beschädigt werden wenn ein Kabelbinder z.B.
in sie einhakt. Die Schlauchzuleitung kann bei horizontaler Ausrichtung gut am
Boden des Druckers fixiert werden. Bei Vertikaler Ausrichtung kann man bei
einem 1100er HP die Originalhalterung des Druckkopffolienleiters
verwenden.
Betrieb eines Longprint-Systemes
Nachtabschaltung:
Der Schluss zuerst - was muss man machen wenn nicht gedruckt wird? Nun ganz
einfach, die Verbindung zwischen Tintentank und Druckkopf unterbechen, also ein
Schlauchklemme anbringen und den Schlauch abquetschen. Wenn dies nicht
geschieht dann zieht der Tank, er liegt ja auf einem niedrigeren Neiveau wie
der Druckkopf die Tinte aus diesem zurück. Der Druckkopf wird also trocken
gelegt und zusätzlich gelangt dadruch Luft in die
Zuleitungschläuche.
Entlueftung bei Erstinbetriebnahme:
Schliessen Sie die Tanks an die Zuleitungsschläuche des Druckers an,
setzten Sie den Druckkopf oder die Tintenpatrone in den Drucker. Saugen Sie
dann mit einer Spritze am Ende des Zuleitungsschlauches die Luft heraus bis der
Schlauch wirklich Blasenfrei ist. (Das Ende des Schlauches das dann an die
Patrone angeschlossen wird). Quetschen Sie den Schlauch vor der Spritze ab,
entfernen Sie die Spritze und stecken Sie den Schlauch auf das Röhrchen an
der Patrone. Dabei wird man schnell schmutzing, es ist also ratsam gerade diese
Tätigkeit mit Handschuhen auszuführen.
kopf oder die Tintenpatrone in den Drucker. Saugen Sie dann mit einer
Spritze am Ende des Zuleitungsschlauches die Luft heraus bis der Schlauch
wirklich Blasenfrei ist. (Das Ende des Schlauches das dann an die Patrone
angeschlossen wird). Quetschen Sie den Schlauch vor der Spritze ab, entfernen
Sie die Spritze und stecken Sie den Schlauch auf das Röhrchen an der
Patrone. Dabei wird man schnell schmutzing, es ist also ratsam gerade diese
Tätigkeit mit Handschuhen auszuführen.