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Refilling - Frequently - Asked - Questions

Ausgabe 2.90 vom 17.04.2001
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Index * Grundlagen | Probleme * Canon | Epson | Hewlett Packard | Lexmark | Apple | Xerox | Sonstige Hersteller | Longprint * Inside | Forum der Link zum Diksussionsforum

* Allgemeiner Hinweise

Generell gilt, Tintencartridges sollten nicht auf Vorrat refillt werden, da man i.d.R. eine refillte Cartridge mangels geeignetem Material nicht so gut versiegeln kann wie der Hersteller. Am einfachsten ist die Wiederinbetriebnahme einer refillten Cartridge, wenn das Refillen unmittelbar nach den ersten Aussetztern erfolgt. In diesem Fall ist die Cartridge innen noch feucht und die Tinte kann sich leicht verteilen.

Um die Tinte zu Papier zu bringen, wird im Druckkopf die Tinte soweit erhitzt daß die verdampft. Der Druck des dabei entstehenden Gases befördert die Tinte vom Druckkopf direkt auf das Papier. Ist eine Duese verstopft oder die Tinte geht zu Ende und es werden nicht mehr alle Duesen werden versorgt, findet dieser Erhitzungsforgang natuerlich trozdem statt. Es ist duchaus denkbar dass dieser Trockenbetrieb sich schaedlich auf den Druckkopf auswirken kann. Im Normalfall wird das Heizelement ja durch nachlaufende Tinte sofort wieder abgekühlt.

* Eingeschlossene Luft

die Nadel muss möglichst tief rein

Cartridges mit einem Schwamm sollte man an einem moeglichst tiefen Punkt refillen, geschieht dies zu sehr an der Oberfläche so kann z.B. folgender Effekt eintreten. Luft wird im Schwamm eingeschlossen und kann durch den komplett getraenkten Schwamm nicht mehr nach oben entweichen. Die Cartridge ist dann zwar teilweise refillt, kann aber nicht verwendet werden, da sich im Inneren ein Luftblase gebildet hat, die die Tinte daran hindert, bis zur Auslaufoeffnung vorzudringen. Bei manchen Druckern (z.B. Epson) hilft es bei Problemen die Selbstreinigungfunktion aufzurufen, unter Umstaenden muss dies sogar mehrmals ausgefuehrt werden. Bei Cartridges mit einem Schwamm tritt gelegentlich folgendes Problem auf: Aus der Refillöffnung tritt Schaum aus und beim Druck wird nur ein unbefriedigendes Ergebniss erzielt. Bei einer HP51641, die diese Problem hatte, hat z.B. noch nicht mal geholfen, sie mehrere Tage stehen zu lassen. Gelöst wurde dann das Problem durch schräghalten der Cartridge beim Refillen. In diesem Fall wurden die Druckduesen nicht nach unten sondern auf ca. 45 Grad gehalten. Damit laesst sich das Schaumproblem leicht umgehen.

* Probleme ?

Die Diskussionforen auf: enderlin.com

Grundsaetzlich versuchen wir, jedem zu helfen, der Probleme mit seinem Drucker hat, egal ob er refillt oder nicht. Bitte lesen Sie aber bei Problemm zuerst eine aktuelle Version dieser FAQ, im Header jeder FAQ-Seite finden Sie einen Link auf die neuste HTML-Ausgabe. Hilft alles nichts, oder wollen Sie uns gar den einen oder anderen TIP zukommen lassen, dann schreiben Sie uns am besten im Diskussionsforum das sich auf dem Server von http://www.enderlin.com befindet.

* Unterdruck Reinigung, selbstgemacht

Unterdruckspritze Überdruckspritze
Unterdruckspritze mit 5 mm Überdruckspritze

Einige Drucker haben in Ihrem Inneren eine kleine Unterdruckpumpe, mit deren Hilfe in der Parkstellung der Patrone Tinte aus den Duesen gesaugt wird.Ein solcher Drucker ist z.B. der Seikosha SpeedJet 300. Dies Verfahren ist imho bei jedem Druckkopf anwendbar. Nehmen Sie einfach eine Einwegspritze und stecken Sie auf die Spitze ein kurzes Stück PVC-Schlauch. Wichtig dabei ist dass der PVC-Schlauch relativ hart und starr ist. Weicher Silikonschlauch ist ungeeignet. Setzten Sie die Spritze mit dem Schlauch an den Duesen an und ziehen Sie die Spritze auf, durch den entstehenden Unterdruck wird die Tinte aus dem Druckkopf heraus gesaugt. Dabei kommt natuerlich nicht Tinte pur, sonder unter Umstaenden auch etwas Schaum, das ist aber normal. Versetzten Sie nun die Spritze etwas und wiederholen Sie den Vorgang.

In der Abbildung sehen Sie eine Spritze mit einem 3 mm PVC-Schlauch (Innendurchmesser), um dies kleine Tool noch vielseitger zu machen, kann man auf den 3 mm Schlauch einen zweiten 5mm Schlauch aufstecken. Dieser sollte den kleineren schlauch um 2-4 mm von der Länge überragen. Damit kann man dann grossflächiger absaugen. (mittleres Bild)

Eine dritte Variante zeigt das rechte Bild, dort wird ein weicher Silikonschlauch ueber den Luer-Anschluss der Kanüle gesteckt. Vorne an der Nadel sollte der Schlauch etwas ueberstehen, ca. 5 mm. Man kann diese Spritze in die Oeffnungen einer Patrone stecken und anpressen. Nun kann Luft in die Patrone gepresst werden, dadruch entsteht im Inneren ein Ueberdruck. Bei einigen Patronen Canon BC-0X Modelle aber auch HP Tricolor (grosse Bauform) kann man damit leicht verstopfte Duesen wieder freibekommen.

* Problembeseitigung mit Ueberdruck

Einige Patronen z.B. HP 51626 oder HP 51649 haben manchmal Probleme nach dem Refill. Keine Tinte kommt, nix druckt. Der Kopf ist aber definitiv nicht eingetrocknet. Wenn man diese Patronen von unten ansieht, dann kann man durch den transparenten Kunstoff so eine Art Kanal erkennen durch den die einzelnen Farben in Richtung Kopf fliessen. Dort muss Tinte zu sehen sein. Wenn man bei diesen Patronen den oberen Deckel abgebrochen hat kommt ein transparentes Plastikteil zum Vorschein das mehrere Löcher hat. Man kann dieses Plastikteil mit Klebeband abdichten und dann durch nur EIN Loch mit Hilfe der gerade erwaehnten Unterdruckspritze, Luft in die Patrone blasen, dabei sollte man die Patrone mit dem Druckkopf nach unten halten. Die Tinte wird durch diesen Ueberdruck nach unten in Richtung Druckkopf gedrueckt. Bei ThinkTwice Patronen von HP also 51626 und 51629 sowie C6614 reicht es das Loch des Entlueftungssystemes im Boden der Patrone zuzuhalten und oben in das Deckelventil zu blasen, dadruch fuellen sich die Luftsaecke im Inneren der Patroneninnendruck steigt und die Tinte wird durch das Filtersieb in Richtung Druckkopf gepresst. Ein u.U. eingetrocknetes Filersieb bekommt man auf die Art und Weise ohne grossen Aufwand wieder frei.


* Ultraschall Reinigung

Mit der von http://www.enderlin.com angebotenen SOAKING-Solution erzielt man gute Ergebnisse wenn man Sie als Reinigungsfluessigkeit in einem Ultraschallreiniger einsetzt. Dieses Verfahren ist jedoch nur geeignet für einzelne Druckköpfe oder für Patronen die über ein Unterdrucksystem verfügen wie z.B. HP 52129 oder HP 51645. Bei Patronen die einen Schwamm beinhalten besteht die Gefahr dass sich dieser dabei mit der Soaking-Solution getränkt wird und somit unbrauchbar werden.

* Meine Patrone ist anders!

Die in der FAQ beschrieben Verfahren beziehen sich immer auf Original-Verbrauchsmaterial. Kleines Beispielt, es gibt kompatible Canon BJC-201 Patronen die einen anderen Innenaufbau haben als das eigentliche Original. Refillt man diese, so wie in der FAQ beschrieben, dann endet das ganze in einer netten Ferkelei..

* Enderlin HEAD-Cleaner

Die HEAD-Cleaning Solution von http://www.enderlin.com ist ein Reiniger speziell für HP-Tintenpatronen. Im Gegensatz zur SOAKING-Solution ist dieser Reiniger nur zu aeusseren Anwendung an der Patrone gedacht. Bei Verstopften Patronen kann man diese auch einige Stunden in diesem Reiniger einweichen. Diesen Reiniger kann man auch zum Reinigen der Kontakflaechen verwenden.

* Was fuer Reiniger verwenden?

Um z.B. die elektrischen Kontakte der Druckkopfe zu reinigen, kann man z.B. Isoprophyl-Alkohol verwenden oder einen Video-Reiniger Spray (im Elektronikladen nach Video90 von Kontakchemie fragen) verwenden, beide haben die Eigenschaft Fett zu loesen und rueckstandfrei zu verdunsten. Absolut ungeeignet sind Nitroverduennung und Spiritus sowie sonstiges Zeug. Diese Sachen verdunsten zwar auch aber hinterlassen einen Schmierfilm, ausserdem koennen Sie Platiskteile recht gut in Ihre Bestandteile aufloesen.

Um mit Tinte verschmutze Metallteile zu reinigen, z.B. Abdruckrollen im Druckbereich, nimmt man am besten Nitroverduennung. Damit kann man sogar eingebrannte Tonerrückstaende entfernen. (Trifft man im Tintendrucker aber nicht an...) Dazu sollten die Teile aber ausgebaut werden und danach mit Wasser und etwa Spueli von den Nitrorueckstaenden befreit werden.

* Wie bekomme ich meine Hände wieder sauber?

Reduran Handreiniger von Enderlin Direkt

Das ist eines der Hauptprobleme beim Refill, auch wenn man geuebt ist, oder sogar mit Handschuhen zu Werke schreitete, es ist fast unvermeidbar, dass man sich nicht doch irgendwie mit Tinte die Hände schmutzig macht. Ich habe vieles probiert bis auf zwei Sachen hat nicht geholfen: Erstens kann man die Sache aussitzen, nach 2-3 Tagen ist die Farbe von alleine wieder weg gegangen, oder man verwendet Reduran. Dies ist ein Handreiniger der ohne Wasser auf die Haut aufgebracht wird, danach verreibt man ihn gründlich auf den verschmutzen stellen. Man merkt schon in diesem Stadium dass die Tintenkleckse heller werden.. Nach einer Weile spült man das ganze mit viel Wasser wieder ab. Wie gut das Zeug ist sollen folgende zwei Bilder veranschaulichen:

Hand mit Tinte verschmutztNach teilweiser Anwendung von Reduran

Diese Bilder zeigen deutlich ein weiteres Problem, dies lässt sich auch mit Reduran nicht ganz vermeiden. In kleine Hautfalten oder im Bereich des Fingernagels ist es auch mit Reduar muehsam die Tinte zu entfernen, muehsam aber es geht. Zum rechten Bild mus sich aber sagen, eigentlich ist Reduran besser, ich konnte nur nicht alzustark reiben, denn sonst waehre alles weg gegangen und dann waehre der eine oder andere auf die Idee gekommen, das war das Bild vor der Verschmutzung. Auf glatter Haut, z.B. am Arm oder auf dem Handrücken sind Flecken damit aber kein Problem mehr. Reduran gibt es in 20, 100, 200 ml Tuben, für Grossverbraucher ist auch eine 2000 ml Softflasche lieferbar. An Problemstellen einfach eine kleine Buerste zur Unterstuezung nehmen.

* Epson Drucker druckt nicht nach Refill

Epson schreibt in einigen Handbüchern man soll die Patrone erst dann aus der Halterung nehmen wenn sie leer ist. Dies hat nach unserer Erfahrung folgenden Grund. Eine neue Patrone ist auf der Unterseite mit einer Folie versiegelt, diese wird vom Halter automatisch aufgestochen wenn man sie zum erstenmal einlegt. Refillte Patronen oder noch volle Originale die aus dem Drucker genommen wurden, koennen unter Umstaenden im Auslaufbereich etwas Luft enthalten. Da die Tinte aus den Patronen abgepumpt wird, dehnt der erzeugte Unterdruck diese Luftblase nur aus. Im Gegensatz zu Lueft kann die Fluessigkeit (Tinte) so gut wie nicht druch Unterdruck ausgedehnt werden. Rufen Sie, um dies Problem zu beseitigen, einfach mehrere Male die Selbstreinigungsfunktion des Drucker auf.

3M Scotchfilm auf Cellulosebasis (das amerikanische Gegenstueck zum deutschen Tesafilm, bei uns erhaeltlich 10m Rolle 12 mm breit DM 1.-) wird von einigen unserer Kunden zum Neuabkleben der Auslaufoeffnungen der Epson-Tanks verwendet. Die Kunden sind zufrieden, angeblich funktioniert es. Dabei verschenkt man aber volgenden Vorteil des Nichtabklebens. Wenn es unten offen ist, und es beginnt zu tropfen dann weiss man dass der Schwamm zu nass ist.

* Amoniak der Powercleaner?

Aus diversen Quellen hoehrt man immer wieder, dass mit einer erwärmten Amoniak-Lösung wahre Wunder vollbracht werden können, wenn es um verstopfte Druckkopfe geht. Dies können wir leider nicht bestätigen. Wir haben dies Verfahren an einer HP 51625 ausprobiert und konnten zwei Effekte feststellen.

Bei zu niedriger Verduennung bringt es gar nichts - und bei zu hoher, loest sich Bestandteile der Patrone auf. In unserem Fall war es das Kunststoff des Folienleiters der den Druckkopf mit dem Kontaktfeld in der Patronenhalterung verbindet. Einzig und alleine uebrig geblieben sind die Leiterbahnen des Folienleiters.

* Drucker zieht kein Papier ein

Naja, das ist eigentlich kein Refillproblem :=) Aber kommt bei aelteren Druckern immer mal wieder vor. Die Gummis die fuer den Papiereinzug verantwortlich sind, haerten mit der Zeit aus und werden glatt. Diese Gummirollen kann man mit etwas Seifenwasser etwas abreiben, dazu einfach ein wenig Spueltmittel in das Wasser geben, aber nur ganz ganz wenig Spuelmittel. Weniger ist hier mehr!

Oder man nimmt dazu ein Gummi-Regenerativ, bekommt man auch bei http://www.enderlin.com. Der Name ist zwar etwas irrefuehrend, denn das Regenerativ reinigt den alten Gummi in erster Linie, die Folge davon ist dass der Gummi wieder fuer eine gewisse Zeit griffig wird. Alternativ in weniger harten Faellen ,kann man auch einen Radiergummi nehmen und damit versuchen die Oberflaeche des Einzugsgummis wieder etwas aufzurauhen.

* Tinte tropft unten aus der Cartridge

Wenn sich an den Druckduesen unten Tropfen bilden, haben Sie zuviel Tinte einfuellt oder die Cartridge nicht richtig abgedichtet. Cartridge auf Papiertaschentuch und Zeitung stellen und austropfen lassen.

Achtung: Am besten immer nach dem Refillen einen Moment warten und schauen, ob die Patrone tropft. Wenn zuviel Tinte eingefuellt wurde und die Patrone gleich in den Drucker gesetzt wird, tropft sie in den Drucker. Das gibt eine unschoene Ferkelei


* Tinte geht immer aus, bzw. Patrone druckt nicht

Einige Kunden lagern Ihre Tinten im Kuehlschrank damit Sie sich laenge haelt. Wird zu kalte Tinte in Patronen gefuellt, so aendert sich das Tintenverhalten total. Die Tinte durchdringt keine Schwaemme mehr bzw. viel zu langsam, deswegen druckt der Drucker ein kleine Menge Tinte weg und neu Tinte kann nicht schnell nachfliessen, Loecher im Ausdruck entstehen, wartet man eine kleine Weile geht es wieder. Ist die klate Tinte erst mal in der Patrone dann hilft nur noch Zeit, einfach 1-2 Tage stehen lassen, dann hat das ganze Zimmertemperatur und das Problem hat sich von selbst geloest.


* Problem besteht immer noch / Oder nichts passenden gefunden :=(

Schauen Sie sich auch die anderen Teile der FAQ an, auch die die gar nicht zu Ihrem Drucker gehoeren. Tips fuer einzelne Patronentypen schreiben wir immer zu dem entsprechenden Druckermodell. Es kann durchaus sein, dass Sie in einem anderen Teil der FAQ etwas lesen, das Ihnen hilft das Problem zu loesen. Einge Dinge bei Refill sind eine Frage des Feelings, das kann man schlecht in Worte fassen, aber man kann es erahnen dass etwas helfen koennte, wenn man die Loesungen anderer aehnlicher Probleme sieht.