Programmiersprache C/C++

3.2. Sequenz

   +------------------------------------+
   |  Aktion 1                          |   Folge von Anweisungen
   |------------------------------------|   - Wertzuweisungen
   |  Aktion 2                          |   - Unterprogrammaufrufe
   |------------------------------------|   - Selektionen
   |  Aktion 3                          |   - Iterationen
   +------------------------------------+

   x = x+1;         /* Wertzuweisung */
   y = sin(x);      /* Funktionsaufruf */
   up(x,y,z);       /* Unterprogrammaufruf */
   ;                /* leere Anweisung */
Neben elementaren Aktionen wie Wertzuweisungen kann eine Sequenz auch Unterprogrammrufe sowie Selektionen und Iterationen umfassen.

Für die Zusammenfassung verschiedener Anweisungssequenzenen gibt es in C den Anweisungsblock. Mitunter wird auch alternativ von Verbundanweisung (compound statement) gesprochen.

  {
    anweisung;             } Sequenz
    ...                    } von
    anweisung;             } Anweisungen
  }
Dort, wo in C eine einfache (einzelne) Anweisung stehen kann, darf auch ein Anweisungsblock stehen.
Der Anweisungsblock spielt eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit Anweisungen wie if else, switch, for, do, while.

Im Gegensatz zu anderen Sprachen (z.B. Pascal) darf der Anweisungsblock nicht nur ausführbare Anweisungen, sondern auch Deklarationsanweisungen enthalten.

Ein Anweisungsblock besteht somit aus zwei Teilen:

Der Deklarationsteil muß stets dem Anweisungsteil vorangehen (gilt für C, jedoch nicht mehr für C++).

Die Möglichkeit Deklarationsanweisungen zu integrieren bietet einerseits einen Weg, lokal begrenzt gültige Variablen einzuführen. Jedoch besteht bei längeren Anweisungsblöcken die Gefahr, daß der Gültigkeitsbereich derartiger Variablen - vom Programmierer - falsch eingeschätzt wird.

Ein Anweisungsblock darf weitere Anweisungsblöcke enthalten.

Anweisungsblöcke treten sowohl

auf.


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P. Böhme, 13.12.1995