Programmiersprache C/C++
2.3. Module
Module sind selbständig übersetzbare Programmeinheiten.
Ein Modul bündelt typischerweise verschiedene logisch zusammengehörige
Unterprogramme, die durch Programme bzw. andere Module nachgenutzt werden
können. Ein Modul kann jedoch nicht nur Unterprogramme (Prozeduren,
Funktionen), sondern auch Datentypen, Variablen und symbolische Konstanten
exportieren.
Ein Modul besteht aus zwei Teilen:
-
einem Interfaceteil, der für andere Module sichtbar die Schnittstelle
der zu exportierenden Ressourcen beschreibt,
-
einem Implementationsteil, in dem diese Ressourcen realisiert werden; die
nicht im Interfaceteil beschriebenen Ressourcen des Moduls sind für
andere Module nicht sichtbar.
Die Trennung in Interface- und Implementationsteil wird unterschiedlich
realisiert.
Ein Modul kann Ressourcen aus anderen Modulen importieren.
Module im echten Sinne gibt es in C nicht.
Eine Trennung in Interfaceteil und Implementationsteil läßt sich
jedoch insofern realisieren, als Interface-Beschreibungen in Header-Dateien
untergebracht werden können und die Implementierung in der eigentlichen
Quelltextdatei erfolgt. - Diese Trennung ist jedoch relativ, denn der
Präprozessor fügt beide Teile zusammen und übergibt sie dem
Compiler als eine Einheit.
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P. Böhme, 21.03.1996